von Kai Herb | Mai 27, 2026
Die Gründung des Seniorenorchesters im Jahr 1986 war der Beginn einer bemerkenswerten Reise in die Welt der Harmonikamusik. Es war für viele eine Herzensangelegenheit und noch heute sind Gründungsmitglieder aktiv im Orchester. An der Spitze des Vereins stand die visionäre Margitta Kohlbecker, während Irmgard Fritz die musikalische Leitung übernahm. Einen denkwürdigen Moment im Jahr 2022 gab es beim Bezirkskonzert in Gaggenau. Irmgard Fritz, die oft als die „Grande Dame der Akkordeonmusik“ bezeichnet wurde, erhielt für ihr jahrzehntelanges Engagement rund um die Harmonikamusik die höchste Auszeichnung des Verbands: die Volksmusik-Medaille in Gold. Doch wo Licht ist, da gibt es auch Schatten – oder in diesem Fall einen Stopp im Fahrstuhl! Eines schönen Tages, vor einer Probe voller spritziger Melodien, blieb Irmgard Fritz im Fahrstuhl stecken. Was tun? Statt in Panik zu geraten, verwandelte sie die missliche Lage mit ihrer Mini Hohner-Mundharmonika in ein unvergessliches Solokonzert im kleinen Raum. Sie begann zu spielen: „du bleibst nicht allein!“ tönte es aus dem schummrigen Fahrstuhl und schnell war unseren Musikern klar, wer da feststeckte. Wer hätte gedacht, dass eine kleine technische Panne eine solch große musikalische Offenbarung herbeiführen könnte? Auch wenn der Fahrstuhl mal steckenbleibt, die Musik wird niemals stoppen. Das Manfred Fritz Orchester ist mehr als nur ein Ensemble; es ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie Musik Brücken schlagen kann. Gespielt wird einfach alles, was gefällt. In einer Welt, die sich ständig wandelt, bleibt die Musik ein zeitloses Gut – und das Manfred Fritz Orchester ist ein strahlendes Beispiel dafür, wie diese Kunstform das Leben bereichern kann. Vielleicht ist es das Geheimnis des Akkordeons, das ewige Jugend verspricht? Lust mitzumachen ??? Schaut euch unsere Homepage an und meldet euch.
von Kai Herb | Mai 27, 2026
Unter dem Vorsitz von Christian Krauß wurde der Verein 1936 offiziell ins Leben gerufen. Wer hätte gedacht, dass acht musikbegeisterte Personen aus Gaggenau einen Dirigenten aus Baden-Baden, Herrn Herb, verpflichten würden, um das erste Konzert des neu formierten Orchesters auf die Beine zu stellen? Nach dem Krieg knüpfte man bedeutende Beziehungen zum Automobilwerk „Daimler-Benz“, welches finanziell unterstützte und die Anschaffung neuer Instrumente ermöglichte. Diese Zusammenarbeit führte zur Umbenennung des Orchesters in „Werksorchester Daimler-Benz“. Hierdurch erhielt der Verein einen Schub, welcher den musikalischen Horizont erweiterte. Ein weiterer entscheidender Schritt war der Zusammenschluss mit dem Orchester des heutigen Stadtteils Ottenau, jetzt „Harmonika-Vereinigung Gaggenau“. Ein Beweis für Expansion und Wachstum des Orchesters in der Region. Heinrich Faber führte ab 1959 die Zügel und verpflichtete Manfred Fritz als Musiklehrer für siebzehn Jahre voller Melodien, dirigiert von einem Mann, der wohl mehr Töne hätte hinzufügen können, als ein ganzes Orchester! Die größten Highlights? Nun, das dreitägige „Harmonika-Landestreffen“ 1965 war legendär, als 49 Orchester aus nah und fern sich versammelten und in Gaggenau die Bühne zum Beben brachten. Und nicht zu vergessen die zweimalige Ehrung als „Bezirks-Vizemeister“ bei Wertungsspielen. Das klingt fast wie der Oscar der Harmonika-Welt! Ein weiterer glanzvoller Moment fand 2022 mit dem Bezirkskonzert in Gaggenau statt. Die Spielgemeinschaft GaLiBi unter Leitung von Sandra Eller und das Gastorchester Hohnerklang Trossingen mit dem typischen Sound aus Mundharmonika- und Akkordeonklängen waren ein gemeinschaftliches Gesamtkunstwerk. Und im Jahr 2024, da gab es ein Familienkonzert, bei dem ein virtueller „Avatar-Opa“ charmant und humorvoll das Programm leitete. Diese Kombination aus moderner Technik, jugendlicher Energie und klassischer Musikvielfalt bewies, dass Musik auch heute Menschen jeden Alters verbinden kann. Da bleibt nur zu sagen: Weiter so…. Musik verbindet – und das tun wir auch im Jubiläumsjahr und künftig bei all unseren Veranstaltungen!
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