 - Das Orchester im Gründungsjahr 1936
Als der Verein zu Beginn des Jahres 1936 gegründet wurde, war dies natürlich nicht der Anfang der Vereinsgeschichte, denn wie so oft im Leben feiert man auch hier ein offizielles Ereignis, dessen Geburt in Form einer Idee noch weiter zurück liegt und deren Ursprung im Dunkeln bleibt.
Zum ersten Mal ans Licht trat die Idee im Spätherbst 1934, als sich Willi Herrmann, Christian Krauß und Franz Maier im Gasthaus "Zum Adler" trafen und nahm kurz darauf in Form einer ersten Probe am Anfang des Jahres 1935 Gestalt an.
Acht Personen verpflichteten den aus Baden-Baden kommenden Dirigenten Herb und steuerten schnurstracks auf das erste Konzert zu, das im Herbst desselben Jahres in nun auf zwölf Spieler angewachsener Besetzung zusammen mit dem Handharmonikaorchester Baden-Baden stattfand.
 - Das von Daimler-Benz übernommene und erweiterte Orchester 1936 - 1943
Unter dem Vorsitz von Christian Krauß wurde der Verein im Jahr 1936 gegründet. Zu dieser Zeit wurden Beziehungen zum Werk "Daimler-Benz" geknüpft, welches den Verein finanziell unterstützte, so daß die Anschaffung neuer Instrumente möglich wurde. Eine Avancierung zum "Werksorchester Daimler-Benz" erfolgte noch im gleichen Jahr.

Leider blieben weder das Vereinsleben noch das Instrumentarium von den Schrecken und Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges verschont: Beim Luftangriff im September des Jahres 1944 verlor der Verein alle seine Musikinstrumente. Daraufhin mußte die Vereinsarbeit eingestellt werden.
Nachdem die größte Not nach dem Krieg überwunden war, bemühten sich Richard Wagner und Herbert Peter im April 1950 um eine Wiederbelebung des Vereins. Bereits am 8. Mai des Jahres konnte die erste Nachkriegsprobe abgehalten werden. Unter der Leitung von August Brenner trat dann das kleine Orchester mit einem Kurkonzert in Haueneberstein am 14. Juli 1950 zum ersten Mal vor die Öffentlichkeit. Auch die ersten Wahlen liesen nicht lange auf sich warten: Im September 1950 ging Marcel Götz als 1.Vorsitzender, Richard Wagner als Schriftführer und Erich Götz als Kassier aus ihnen hervor.
Im Juni 1952 übernahm Alois Decker, der Dirigent des Patenvereins "Harmonika-Freunde Lauf", die Leitung des nunmehr auf 25 Spieler angewachsenen Orchesters. Vier Monate später erfolgte der Zusammenschluß mit dem Orchester des heutigen Stadtteils Ottenau. Damit verbunden war die Namensänderung des Vereins von "Handharmonika-Club" in "Harmonika-Vereinigung".
Da Alois Decker sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nach fünf Jahren nicht mehr ausüben konnte, übergab er den Dirigentenstab an Doris Erhard (Scheibel), einer sehr guten Akkordeonspielerin aus Baden-Baden.

 - 25 jähriges Jubiläum 1961: 1. Orchester und Verwaltung (Leitung: Manfred Fritz)
Im Mai 1961 gelang es dann der Verwaltung - nun schon unter dem Vorsitz von Heinrich Faber - den damaligen Musiklehrer, Bezirksdirigenten und Vorsitzenden des Musikausschusses des Bezirks Mittelbaden, Manfred Fritz, zu verpflichten. Siebzehn Jahre sollte er die musikalischen Geschicke des Vereins lenken und das Orchester zu seinen größten Erfolgen führen. Auch die Ausbildung der Jugend machte unter Manfred Fritz große Fortschritte, so daß nach wenigen Jahren ein zweites Orchester, eine Jugend- und eine Spielgruppe gebildet werden konnten, die von Manfred Fritz, Irmgard Fritz und Hildegunde Rheinschmitt geleitet und ausgebildet wurden.
Als die aus der Vereinsgeschichte herausragendsten Ereignisse können wohl die Durchführung des dreitägigen "Harmonika-Landestreffens" im Juli 1965, an dem 49 Orchester zu Gast waren, und das zweimalige Erringen des "Bezirks-Vizemeisters" bei Wertungsspielen 1966 und 1972 gelten.
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